From ‚New to Next Normal’: Wie die hybride Arbeitswelt durch und nach Covid-19 aussehen kann und aus meiner Sicht auch aussehen wird



Ich würde mich durchaus selbst als digital affin bezeichnen, doch durch meine beiden Kinder (18 und 22) lerne ich fast täglich Neues dazu. Plattformen wie TikTok, Instagram, Snapchat und Co. sprießen förmlich wie Pilze aus dem Boden und immer wieder schaffen es die Erfinder/Entwickler, etwas anderes, etwas nie zuvor Dagewesenes oder neu ‚Verpacktes‘ auf den Markt zu bringen. Oft wünsche ich mir, dass diese schnelle Akzeptanz neuer Technologien und Innovationen, wie es die Digital Natives vormachen, auch in der Geschäftswelt Einzug nimmt – besonders jetzt in einer Zeit wo Digitalisierung wichtiger denn je ist und bleiben wird. Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit mit einer Gruppe Journalisten über die Arbeitswelt während und nach der Covid-19 Pandemie zu sprechen. Nur so viel: Es war eine sehr erfrischende Diskussion über viele aktuelle Themenfelder. Hier meine ‚Learnings‘:

Covid-19 als Katalysator

Unser Ausgangspunkt: Die Pandemie sorgt für grundlegende Veränderungen der Arbeitsorganisation weltweit. Die Frage, ob Arbeiten von zu Hause aus hin und wieder möglich ist, hat sich vollständig erledigt. Jetzt heißt die Frage, wie oft ist Präsenz im Unternehmens-Office überhaupt sinnvoll und gewünscht? Wie agieren Unternehmen unter diesem Veränderungsdruck? Wie sollen sie sich für die Zukunft aufstellen? Für mich ist es ganz klar: Die Arbeitswelt bewegt sich vom ‚New Normal’ (Home-Office) zum ‚Next Normal’ – was heißt das? Wir werden in Zukunft eine hybride Arbeitswelt erleben. Mitarbeitende werden flexibel zwischen Arbeiten im Büro, Home-Office und von unterwegs wechseln. Eben so, wie es die Umstände und Geschäfte erfordern und produktives Arbeiten möglich und vor allem nötig ist.

Die Menschen hinter ihren Bildschirmen gewinnen

Als Führungskraft kann ich sagen, dass es zur Etablierung einer nachhaltig neuen Arbeitsorganisation weit mehr braucht, als die korrekte Anbindung der vielen neuen Heimarbeitsplätze ans Firmennetz. Hier kann ich den Ergebnissen der Fraunhofer-Studie Einflüsse der Corona-Pandemie auf die Unternehmenspraxis , die von Heinrich Vaske, Chefredakteur der Computerwoche, zitiert wurde, nur zustimmen. Seinen Aussagen zu folge, ist die Unternehmenskultur entscheidend. Wenn man seine Leute zum Arbeiten nachhause schickt, muss man sich kümmern.

ServiceNow kündigte zum Beispiel an, dass aufgrund von COVID-19 bis 2020 keine Entlassungen vorgenommen werden. Um den Heimarbeitsplatz auch ergonomisch zu gestalten, haben wir für alle Mitarbeiter eine Unterstützung angekündigt. .

Und natürlich ist es eine Frage der Führung. Wenn der Plausch in der Kaffee-Ecke, das gemeinsame Mittagessen als ‚sozialer Kit‘ wegfällt, muss etwas anderes an seine Stelle treten. In meinen digitalen Morning-Briefings habe ich zum Beispiel Zeit eingeplant, in der es nur um persönliche Dinge geht. Wir haben digitale Live-Yoga-Kurse angeboten und virtuelle Wein-Tastings mit Sommeliers veranstaltet. Über Telefon, Mail und die niedrig-schwelligen Kommunikationskanäle wie Kurznachrichtendienst, Video, Verfügbarkeitsanzeige usw. hinaus geht es darum, als Unternehmen Präsenz zu zeigen und die Menschen zu gewinnen. Ein wichtiger Baustein für unseren Umgang mit der  Pandemie.

Vertrieb und Wirtschaftseinbruch

Aus dem Kreis der Journalisten kam die Frage nach dem Vertrieb, ein klassisches People-Business. Stimmt, Treffen vor Ort waren eine ganze Zeit nicht mehr möglich. Aber alle waren betroffen. Die Kunden haben sich darauf eingestellt. Gleichzeitig schulen wir unsere Leute, damit sie medial die räumliche Distanz – soweit das möglich ist – vergessen machen können. Es geht darum, im Gespräch zu bleiben.

Und ja, die Wirtschaft leidet. Nicht nur die Hotels & Gaststätten oder die Luftfahrt. Auch die Industrie oder der ganze Bereich Fertigungsindustrie verzeichnen Einbußen. ServiceNow ist in der komfortablen Situation, dass wir trotzdem nahezu 100 Prozent unserer Verträge verlängern konnten. Die Kunden sprechen uns nach wie vor auf neue Projekte an. Personalabteilungen etwa wollen, dass das Onboarding deutlich schneller und durchgängig digitaler abläuft. Aber auch Projekte, bei denen es um die Verbindung von bestehenden Systemen und das aktive Nutzen von Daten geht, spielen für uns eine große Rolle. Hier sind auch Organisationen der öffentlichen Hand sehr interessiert.

Ticketing-Systeme und was daraus werden kann

In unserem Gespräch konnte ich einmal mehr mit einem hartnäckigen Vorurteil aufräumen: Ja, ServiceNow kommt aus dem IT-Ticketing-Geschäft. Wer sich heute für eine ServiceNow-Lösung entscheidet, tut dies allerdings nicht, weil er ein Ticketing-Tool benötigt. Hier gibt es bereits viele gute oft vorhandene Systeme, und nahezu alle unsere Kunden verfügten über eines. ServiceNow ist interessant, weil die Now Platform® für sehr viele Abteilungen im Unternehmen Lösungen anbietet. Entsprechend steigt auch ein großer Teil unserer Kunden gar nicht mehr mit einer Lösung für das IT-Management ein.

Der Einwand aus dem Kreis der Journalisten, dass eine Plattformentscheidung kaum eine Lösung für kurzfristige Probleme biete, kann ich so nicht gelten lassen. Noch vor gar nicht allzu langer Zeit wurden CIOs als Verwalter von Kostenblöcken gesehen – je kleiner desto besser. Heute schaffen sie die Voraussetzungen für die Weiterführung und für neues Geschäft. Eine Plattformentscheidung ist genau das. Und der ‚Return on Investment‘ zeigt sich nicht erst nach vielen Jahren, sondern muss sich in der Regel mit jedem Teilprojekt realisieren. Deshalb ist die Planung einer begleitenden Roadmap so wichtig.

Nicht Ende, sondern Anfang eines Dialogs

Viele weitere Themen haben wir gestreift: Wie wird sich der Arbeitsmarkt durch die Automatisierungswelle bei den Prozessen verändern? Wie steht es mit der Datenqualität gerade beim Mittelstand? Zögert die öffentliche Hand heute noch beim Thema Cloud? Das Gespräch darüber hier wiederzugeben, würde allerdings hier den Rahmen sprengen.

Die Themen sind angerissen. Schicken Sie mir gerne Ihre Einschätzungen und wir führen die Diskussion in diesem Rahmen weiter fort. Mein Fazit nach der Diskussionsrunde: Nur so geht’s, im Gespräch bleiben. Und so verstehe ich Unternehmen heute: Sie sind der ‚Kit‘ zwischen uns vor unseren Bildschirmen im Home-Office und möglicherweise können wir helfen alles etwas einfacher zu machen damit ‚Arbeit weniger Arbeit macht‘.

Bis bald. 🙂

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