Mit Blut, Schweiß und Tränen zum Ziel – oder wie mir der Ironman half, beruflich zu wachsen


Autor: Heike Brendemühl, Senior Solution Consultant, ServiceNow

Geschafft. Im Ziel – endlich. 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und ein Marathonlauf von 42,195 Kilometern liegen hinter mir. Nach 10 Stunden und 54 Minuten überquerte ich mit der Startnummer 2173 die Ziellinie der Ironman Weltmeisterschaft in Kona, Hawaii. Der 12.10.2019 – mein Tag der Tage! Die Muskeln schmerzten, der Hals war aufgescheuert, ich war völlig ausgepumpt – aber ich hatte es geschafft.

Auch im Rückblick kann ich sagen: Das harte Training, die Entbehrungen der Vorbereitung, kein Urlaub, kaum Privatleben – es hat sich gelohnt. Ich war und bin stolz und glücklich, dass ich diese Herausforderung gemeistert habe. An den Vorbereitungen und dem Wettkampf bin ich gewachsen – persönlich und auch beruflich.

Ohne Hingabe und Ehrgeiz geht es nicht

Was meine Tätigkeit als Solution Consultant bei ServiceNow und mein Triathlon-Sport gemeinsam haben? Nun – eine Menge. Konzentration auf das Wesentliche, Hingabe für die Aufgabe und Ehrgeiz sind für das Eine wie für das Andere notwendig, wenn ich erfolgreich sein will. Als Triathletin übe ich meinen Sport vordergründig zwar allein aus – aber ohne mein persönliches Team im Hintergrund, die Unterstützung meines Lebenspartners sowie von Freunden und der Familie würde ich es nicht oder nur sehr viel mühsamer schaffen, sportliche Erfolge zu erzielen.

Teamarbeit ist auch entscheidend für die Bewältigung der beruflichen Aufgaben. Als Solution Consultant bei ServiceNow bin ich jeweils einem Kunden direkt zugeteilt. Anhand des Anforderungsprofils entwickeln wir gemeinsam die technischen Lösungen, die notwendig sind, um das Unternehmen fit für die Zukunft zu machen. Diese Presales-Aufgaben teile ich mit dem verantwortlichen Key-Account-Manager, der mit dem Kunden die Konditionen und Verträge bespricht. Je besser unsere Teamarbeit funktioniert, desto effektiver sind die Angebote und Leistungsmerkmale für unsere Kunden. Eine Win-Win-Situation auf ganzer Linie.

Gute Planung ist ein Erfolgsfaktor

Planung ist ein wesentliches Element meines Alltags. 2019 war das für mich essenziell, denn neben meinem Beruf, wollte ja auch noch das Training für meine Teilnahme am Ironman bewältigt werden. Sport und berufliche Aufgaben mussten koordiniert werden – und zwar Tag für Tag, Woche für Woche. Am Heimatstandort kein großes Problem. Schwimmen, Radfahren und Laufen lassen sich vor oder nach der Arbeit in den Alltag einbauen. Schwieriger wurde es auf Reisen, wenn ich vor Ort beim Kunden tätig war. Damit es keine Unterbrechung in meinen Vorbereitungen auf den Hawaii-Triathlon gab, stimmte ich meinen Dienstreiseplan mit meinem Trainer ab. Mein Training musste an den Dienstplan und die Örtlichkeiten angepasst werden. So ist beispielsweise nicht immer eine Schwimmhalle oder ein Pool verfügbar und nicht immer steht das passende Rad zur Verfügung. Aber Laufen geht in der Regel immer und überall.

Um in der Vorbereitungsphase für den Ironman alles unter einen Hut zu bekommen, wurde ein noch zielgerichteteres, strafferes Arbeiten an und in den Projekten für ServiceNow notwendig. Aber mein Ehrgeiz war geweckt – ich wollte es schaffen und es ist gelungen. Auch mit Unterstützung meiner Kollegen, die meinen Takt akzeptiert und unterstützt haben.

Balance für die mentale Stärke

Indem meine Tagesabläufe in der extremen Trainingsphase genau durchgetaktet waren, gelang es mir eine Balance zwischen Beruf und Sport herzustellen. In dieser Phase bin ich körperlich und mental über mich hinausgewachsen. Davon profitiere ich bis heute – damit letztendlich auch meine Kunden und mein Arbeitgeber.

Vom Job abschalten können und während der Trainingseinheiten die Konzentration auf meinen Sport zu lenken, hilft mir immer noch, den Kopf frei zu bekommen. Ich kann abschalten und trotzdem kommen mir in dieser Phase nicht selten neue innovative Ideen. Oft kann ich nach dem Sport deshalb auch einen Knoten lösen, ein Problem in einem Projekt beseitigen, das zunächst unlösbar schien.

Diese Balance und Ausgewogenheit haben mich gestärkt und in meiner Entwicklung vorangebracht. 2020 lasse ich es allerdings etwas ruhiger angehen – nehme mir mehr Zeit für Privates. Allerdings werde ich weder auf meinen Sport verzichten noch weniger arbeiten. Für mein Wohlbefinden, meine Kreativität und meinen Spaß an der Arbeit brauche ich sowohl meine Aufgaben im Job als auch den Triathlon-Sport. Würde mir eines von Beiden weggenommen werden, könnte ich das andere nicht mehr so erfolgreich schaffen. Deshalb mache ich weiter, denn aus meiner Teilnahme am Ironman habe ich gelernt: mit Blut, Schweiß und Tränen, aber auch mit viel Freude an der Aufgabe komme ich an mein Ziel.


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