Bessere und schnellere Bereitstellung von Impfstoffen


Bessere und schnellere Bereitstellung von Impfstoffen

Mit digitalen Workflows können wir eine der größten logistischen Herausforderungen unserer Zeit bewältigen

Als die Wissenschaft gleich mehrere wirksame COVID19-Impfstoffe entwickeln konnte, wuchs die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Pandemie. Doch die Herstellung eines Impfstoffs ist nur der erste Schritt in einem immens komplexen Prozess, der auch richtig umgesetzt werden muss. 

Im vergangenen Herbst hat die US-Regierung das Ziel ausgegeben, bis Ende 2020 20 Millionen US-Bürger zu impfen. Bis zum 24. Januar 2021 konnten 18,5 Millionen Menschen die Schutzimpfung erhalten. 

In den letzten Wochen haben wir mit Behörden, Gesundheitsdienstleistern und Analysten darüber gesprochen, welche Probleme für die langsame Verteilung und Verabreichung des Impfstoffs verantwortlich sind. Zu den größten Herausforderungen gehören langsame, manuelle und fehleranfällige Prozesse, die das medizinische Personal und die Gesundheitssysteme überlasten. 

Zum Beispiel haben wir erfahren, dass zahlreiche medizinische Einrichtungen EMails als primäre Methode zur Planung von Impfterminen verwenden. Diese EMail-Nachrichten werden von den vielbeschäftigten Klinikmitarbeitern, die der ersten Prioritätsgruppe angehören, häufig überhaupt nicht gelesen. Wenn diese Mitarbeiter ihre vorgesehenen Impftermine verpassen, bleiben diese Termine ungenutzt. 

Krankenhäuser befinden sich aufgrund der Pandemie im Belagerungszustand, sodass Fehler vorprogrammiert sind. Können wir eine der folgenreichsten Impfkampagnen in der Geschichte der Menschheit wirklich nicht besser organisieren? 

Unsere leistungsstarke, neuartige Waffe im Kampf gegen COVID19 sind digitale Workflows. Damit können wir wichtige Prozesse automatisieren, Verantwortungsbereiche abgrenzen und die Effizienz drastisch erhöhen. 

[Lesen Sie auch: Vom Impfstoff zur Impfung

Selbst ein perfekt organisiertes Impfprogramm wird der Pandemie nicht von heute auf morgen ein Ende setzen. Laut einem neuen Modell, das von Forschern der Columbia University entwickelt und über das in der New York Times berichtet wurde, werden wir noch monatelang Masken tragen und soziale Abstandsregeln einhalten müssen. 

In Dutzenden von Branchen wurden langsame, manuelle Arbeitsabläufe bereits durch digitale Workflows ersetzt. Auch bei dem Mammutprojekt der Schutzimpfung von 7,8 Milliarden Menschen weltweit werden Workflows eine entscheidende Rolle spielen. Sie bieten die Geschwindigkeit, Transparenz und Koordination, die die verantwortlichen Organisationen für die Bewältigung der Krise benötigen. 

Eine unangenehme Dosis Realität 

Das COVID19-Impfstoff-Management ist eine der größten Herausforderungen für das Workflow-Management unserer Zeit. Um zu gewinnen, müssen wir schneller als das Virus sein. Dazu müssen Regierungen mit Gesundheitsdienstleistern, Apotheken und anderen an der Verabreichung des Impfstoffs beteiligten Stellen zusammenarbeiten. 

Gesundheitseinrichtungen und Regierungsbehörden haben Erfahrung mit Impfkampagnen für ihre Bevölkerungen. Sie haben jedoch keine Erfahrung mit der Organisation einer Schutzimpfung von 15,6 Milliarden Menschen weltweit (in den meisten Fällen mit zwei Impfdosen) – und zwar in Höchstgeschwindigkeit und mit akribischer Präzision bei Kommunikation, Koordination und Zusammenarbeit. Es ist eine Aufgabe, bei der wir keine Vergleiche aus der Vergangenheit ziehen können. 

Die Probleme in der Versorgungskette sind gewaltig. Es muss genügend Impfstoff für alle Menschen bereitgestellt werden. Jede Dosis muss von der Herstellung bis zur Verabreichung unter präzisen Temperaturbedingen gelagert werden. Die Gesundheitssysteme müssen nachverfolgen, wer seine erste Impfung erhalten hat, und dann die zweite Dosis innerhalb des zulässigen Zeitfensters einplanen. Außerdem müssen alle Impflinge auf mögliche Nebenwirkungen überwacht werden. 

Wir befinden uns erst in der Anfangsphase der Impfstoffverteilung, und in vielen Regionen bricht das System bereits zusammen. Aber die gute Nachricht ist, dass die Impfstoffbereitstellung mit digitalen Workflows optimiert werden kann. Mit Workflows lassen sich wichtige Prozessschritte wie Bestandsverwaltung, Personalplanung, Terminvergabe, Support, Patientenkommunikation, Berichterstellung und vieles mehr automatisieren. 

Drei wichtige Schritte bei der Impfstoffbereitstellung 

Bei ServiceNow arbeiten wir mit allen Beteiligten – von großen Regierungsbehörden bis hin zu kleinen privaten Gesundheitsdienstleistern und Apotheken – zusammen, um sie beim Impfstoff-Management zu unterstützen. Präsident Joe Biden hat angekündigt, dass er in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit 100 Millionen Impfdosen bereitstellen will. Unsere neue Lösung Vaccine Administration Management unterstützt die Sofortmaßnahmen der Biden-Harris-Regierung auf dem Weg vom „Impfstoff zur Impfung“. 

Der schottische Gesundheitsdienst und das Gesundheitsministerium von North Carolina gehören zu den mehr als 100 Organisationen, die derzeit mit ServiceNow im Rahmen ihres Impfstoff-Managements zusammenarbeiten. Basierend auf unserer Erfahrung mit diesen Organisationen haben wir drei kritische Bereiche identifiziert, auf die wir uns konzentrieren: 

1. Einrichtung einer Zentrale für das Impfstoff-Management 

Angesichts der zahlreichen privaten und öffentlichen Einrichtungen, die an der Impfstoffbereitstellung beteiligt sind, ist es von entscheidender Bedeutung, die Rollen und Verantwortungsbereiche jeder Organisation zu definieren. 

Bislang sah der Ansatz in den USA so aus, dass die Bundesregierung den COVID19-Impfstoff bereitstellt und die Bundesstaaten die Verabreichung eigenverantwortlich organisieren. Dabei wird von den Behörden auf bundesstaatlicher Ebene ermittelt, welche Kommunikationsmaßnahmen, Berichterstellungssysteme und andere Funktionen erforderlich sind. Bei Lücken wenden sich die Bundesstaaten an ihre Reaktionsteams oder an die Gesundheitsbehörden, um die Mängel zu beheben. Wenn Bundesorganisationen ein Problem nicht selbst lösen können, wenden sie sich in der Regel an die Gesundheitssysteme. 

Die bundesstaatlichen und lokalen Behörden müssen mit symphonischer Präzision zusammenarbeiten. Dabei können sie sich jetzt an den Leitlinien der Gesundheitsschutzzentren CDC orientieren, die im letzten Herbst entwickelt wurden. In diesem „Playbook“ für Impfstoffeinsätze sind die wichtigsten operativen Anforderungen festgelegt, um Impfstoffe so schnell wie möglich zu verimpfen. 

Das digitale Workflow-Management bietet dabei eine unentbehrliche Übersicht über alle beweglichen Teile dieses Prozesses auf nationaler und globaler Ebene. 

2. Sorgfältige Weitergabe von Informationen 

Gesundheitsorganisationen sind mit der Verwaltung von Impfstoffvorräten und der Planung von Schutzimpfungen vertraut. Bei der reibungslosen Zusammenarbeit mit den Behörden vor Ort fehlt es ihnen jedoch an Erfahrung. 

Die größten Probleme bei der Auslieferung von Impfstoff entstehen in der Regel, wenn eine Organisation die Verantwortung an eine andere abgibt. Auch hier helfen Tools für das Workflow-Management, da sich die Organisationen in der Lieferkette damit untereinander besser abstimmen können. 

3. Erstellung einer Informationskette 

Wir haben alle die jüngsten Schlagzeilen gelesen. Viele Krankenhäuser, die mit COVID19-Patienten überfordert sind, verfügen nicht über ausreichend Personal, um die Impfungen zu verabreichen. Lokale Behörden werden in der Regel nur kurzfristig über Impfstofflieferungen informiert, sodass die Verimpfung nur schwer zu planen ist. Viele Gemeinden erhalten auch nur schleppend Informationen über die Wirksamkeit der Impfstoffe. 

Wir benötigen deshalb eine Informationskette, die dem Impfstoff vorausgeht, damit alle bei dessen Eintreffen vorbereitet sind. Die Verantwortlichen müssen wissen, wie viele Impfdosen wann und wo eintreffen. Die Patienten müssen wissen, wann sie mit einer Impfung rechnen können und wo sie sich impfen lassen können. 

Letztendlich wird die Schutzimpfung nur funktionieren, wenn genügend Menschen teilnehmen. In einer Umfrage der Kaiser Family Foundation im Dezember war bei mehr als 25 % der Amerikaner aufgrund von Sicherheitsbedenken und mangelndem Vertrauen in die Regierung eine Impfzurückhaltung zu beobachten. 

Der Zugang zu zuverlässigen Informationen ist entscheidend, um Vertrauen aufzubauen. Bevor dem ersten Pateinten der Impfstoff verabreicht werden kann, müssen

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