Digitale Workflows sind essenziell für eine vernetzte Wertschöpfungskette in der Fertigungsindustrie


Workflows sind essenziell für eine vernetzte Wertschöpfungskette in der Fertigungsindustrie

Nach einer globalen Pandemie, die Handelsbeschränkungen, Bedenken bezüglich der Arbeitssicherheit, Lieferengpässe und andere Unterbrechungen mit sich brachte, sucht die Fertigungsindustrie nach neuen Wegen, um sich schnell wieder zu erholen.

Im diesjährigen Manufacturing Outlook von Deloitte lesen wir: „Für die Fertigungsindustrie war das Jahr 2020 ein Warnschuss für die Entwicklung besserer Systeme zum Umgang mit Unterbrechungen wie jene, die wir momentan erleben. Transparenz wird sich in den kommenden Monaten zur wichtigsten Fähigkeit für die Fertigungsindustrie entwickeln.“

Die fehlende Transparenz in der Wertschöpfungskette macht es schwierig, Prognosen zu stellen. Manuelle, passive Prozesse erschweren schnelle Reaktionen und Lieferengpässe sorgen für Produktionsverzögerungen. Dazu kommt, dass eine vermehrte Nachfrage potenziell kundenseitig Lieferverzögerungen oder ‑Ausfälle zur Folge hat.

Die Fertigungsindustrie benötigt eine Lösung, mit der sie Veränderungen weit im Voraus erkennen und schnell darauf reagieren kann. Diese Lösung bringen digitale Workflows. Unternehmen können mehr Produktivität und Transparenz erreichen, indem sie herkömmliche manuelle Prozesse durch digitale Workflows ersetzen.

Herkömmliche Workflows in der Fertigungsindustrie

In allen Bereichen der Wertschöpfungskette (Supply, Produktion und Demand) gibt es komplexe Prozesse, die in der Regel zahlreiche Personen, Gruppen und Abteilungen umfassen. Ohne das perfekte Zusammenspiel all dieser Komponenten kommt es zu Fehlern und Verzögerungen.

Nehmen Sie beispielsweise eine Kundenanfrage für die Wartung und Reparatur einer Maschine. Die Bearbeitung dieser Anfrage erfordert eine Vielzahl von Informationen, die wiederum darüber entscheiden, welche Ressourcen entlang der Wertschöpfungskette des Herstellers – z. B. die Lieferanten von Ersatzteilen, Kundendienst oder Außendienstmitarbeiter – benötigt werden.

Ohne digitale Workflows, die u. a. auch die Einbindung der Maschine selbst als IoT-Gerät umfassen, müssen viele dieser Informationen per Anruf, E‑Mail oder von Außendienstmitarbeitern manuell zusammengetragen werden. Der Kundendienstmitarbeiter hat beim Erstkontakt nur sehr wenige Informationen, kann kaum konkrete Aussagen treffen und erscheint dem Kunden zunächst als wenig hilfreich. Die Außendienstmitarbeiterin erscheint ggf. ohne alle benötigten Ersatzteile zum ersten Reparaturtermin und muss später nochmals anreisen. Aussagen zur Dauer der Reparatur müssen revidiert werden, weil Probleme in der Lieferkette nicht schnell genug berücksichtigt werden konnten. Die Maschine wird zwar repariert, die Kunden-Experience ist jedoch potenziell nicht vollumfänglich zufriedenstellend.

Digitale Workflows für eine bessere Experience

Die üblichen Anfragen in der Fertigungsindustrie als digitale Workflows zu konzipieren, schafft Transparenz und Effizienz. Alle Informationen sind durch die gesamte Prozesskette hindurch automatisch und in Echtzeit verfügbar. Bereits beim Erstkontakt liegen alle relevanten Daten der defekten Maschine und des Kunden vor – ggf. ist sogar der Kundendienst bereits informiert und bearbeitet das Problem, bevor der Kunde den Fehler erstmals feststellt. Außendienstmitarbeiter planen ihre Arbeit mit allen benötigten Informationen, Kompetenzen und Ersatzteilen und erhalten vor Ort aktuelle Informationen zur Maschine und eventuell aktualisierte Reparatur- oder Diagnose-Verfahren. Lieferengpässe in der Lieferkette werden frühzeitig erkannt und soweit möglich behoben.Digitale Workflows weisen Aufgaben automatisch den richtigen Personen zu (z. B. basierend auf Kompetenzen, zeitlicher oder geografischer Verfügbarkeit) und stellen Informationen und Ersatzteile zur Verfügung. Virtuelle Intelligenz erkennt Störungen proaktiv anhand von veränderten Mustern in Maschinen-Daten, sorgt für zusätzliche Informationen zum Kontext, findet ähnliche Störfälle und zeigt Lösungsansätze und Risiken auf. Automation erledigt Routineaufgaben effizient und rund um die Uhr.

Dieser digitale Ansatz verbessert die Kunden-Experience und gibt Mitarbeitern mehr Zeit für andere Aufgaben.

Digitale Workflows in der Fertigungsindustrie: TAPCO-Fallstudie

Werfen wir einen Blick auf den Digitalisierungsansatz von TAPCO bei der Verbesserung der Verkehrssicherheit. TAPCO ist ein führendes Unternehmen für Verkehrs- und Parklösungen in Nordamerika und ein gutes Beispiel für ein Fertigungsunternehmen, das von der Integration digitaler Workflows in den Betrieb und die Servicebereitstellung profitiert hat.

Das Unternehmen ersetzte vorhandene manuelle Prozesse – bei denen eine Serviceagentur Produktfehler identifizierte, Kundendaten durchsuchte und einen ITS-Techniker entsandte, um Geräte zu reparieren – durch einen digitalen Workflow. Das Ergebnis: TAPCO hat nun einen klaren Überblick über alle Abläufe im Außendienst. Die Techniker können bereits vor dem Eintreffen auf Verlaufs- und Echtzeitdaten zugreifen und alle Probleme und Lösungen werden übersichtlich protokolliert.

Der Reparaturprozess ist heute automatisiert, nachvollziehbar und vernetzt. Dies ist ein großartiges Beispiel für die Leistungsfähigkeit digitaler Workflows und nur eine der vielen Möglichkeiten, wie sich herkömmliche manuelle Prozesse in digitale Workflows umwandeln lassen, um die Arbeitsweise von Unternehmen zu transformieren.

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