Mehr Digitalisierung für mehr Handel vor Ort


Mehr Digitalisierung für mehr Handel vor Ort

Hat sich das Thema Präsenzhandel bald von selbst erledigt? Die Innenstädte sind menschenleer, Innenstadtmieten vielfach astronomisch, die Umsätze dagegen seit Monaten auf ein Minimum oder auf null geschrumpft. Sicher, schon vor der Pandemie standen Läden – egal, ob an der nächsten Ecke oder in der Fußgängerzone – unter gewaltigem Druck. In einer aktuellen Studie stellt das EHI Retail Institute zusammen mit KPMG nüchtern fest: „Für den Handel bedeutet der Umsatzrückgang im stationären Bereich, dass er seine stationären Flächen reduzieren muss.“

Moment mal. EHI und KMPG stellen gleichzeitig fest, dass der Online-Modehandel in 2020 ganze 25 Prozent des gesamten Modeumsatzes erwirtschaftet hat. 75 Prozent der Modeeinkäufe gingen also trotz der massiven Online-Konkurrenz über eine reale Ladentheke. Das klingt so gar nicht nach Rückgang. Im Gegenteil.

Keine Frage, der stationäre Handel steht vor gewaltigen Umbrüchen. Aber so betrachtet, stellt die digitale Transformation den Handel vor ganz ähnliche Herausforderungen, wie jedes andere Unternehmen auch. Was also tun?

Gerade die Digitalisierung bietet enorme Möglichkeiten, die Effizienz der internen Abläufe zu maximieren. Zum Beispiel können die Leistungen der eigenen Personalabteilung über ein einheitliches Portal bequem und intuitiv zugänglich gemacht werden und zwar nicht nur Mitarbeitern in den Büros, sondern auch Filialmitarbeitern. Und über Low Code Apps können flexibel Apps zur Verfügung gestellt werden, um Service-Aufgaben in Filialen besser zu steuern. Der Einsatz von KI und Chatbots dient dazu, den Mitarbeiter schnell und treffsicher zu informieren.

Auch Richtung Kunde gilt: Um mit Flexibilität, dem persönlichen Kontakt und dem Produkt direkt vor Ort zu begeistern, spielt Digitalisierung eine, wenn nicht die entscheidende Rolle. Eine zentrale Plattform, die isolierte Aktivitäten und Systeme zusammenbringen und den Kunden automatisiert informiert, kann Händler dabei unterstützen die Kundenzufriedenheit, um ein Vielfaches zu erhöhen. KI kann helfen, Veränderungen in der Kundenerwartung frühzeitig zu erkennen und sich darauf einzustellen.

Aus meiner Sicht ist der stationäre Handel längst nicht tot. Er muss sich nur mit den Mitteln der Digitalisierung deutlich besser organisieren und durch Innovationen überzeugen. Pandemie-getriebene Konzept wie „Click and Collect“ belegen das. Die nächste Möglichkeit, sich einen Überblick über die aktuellen Technologietrends im Handel zu verschaffen, bietet sich zwischen 15. und 18. März bei den EHI Innovation Days. ServiceNow wird als Mitglied des EHIs natürlich dabei sein und wir freuen uns, gemeinsam mit unserem Partner T-Systems eine Demo des virtuellen AR-Showrooms zu zeigen. Und am 23. März erscheinen die aktuellen Ergebnisse einer großangelegten EHI-Studie zum Thema. Ich bin gespannt.

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