Quebec: Weniger Fokus auf die Funktionsweise, mehr Fokus auf die Problemlösung

16 April 2021

Quebec: Weniger Fokus auf die Funktionsweise, mehr Fokus auf die Problemlösung

Was halten Sie von den folgenden Aussagen?

  • „Die digitale Transformation gibt uns den Plan für die Technologie vor, in die wir dieses Jahr investieren.“
  • „Je mehr Technologie wir kaufen, desto besser wird unsere digitale Transformation sein.“
  • „Die digitale Transformation ist Sache des CIOs und des IT-Teams.“

Da kommen mir zwei Gedanken in den Sinn. Erstens, dass diese Aussagen ganz klar falsch sind. Zweitens, was noch beunruhigender ist, dass es echte Aussagen sind, die ich in den letzten Monaten mehrfach von verschiedenen Geschäftsführern gehört habe.

In der Regel habe ich das Glück, mit sehr cleveren Menschen zusammenzuarbeiten zu dürfen. Mit Geschäftsführern, die vorausschauend denken, fällt die Arbeit leicht. Doch gelegentlich treffe ich auch auf Geschäftsführer, die Schwierigkeiten haben, die wahre Bedeutung der digitalen Transformation zu begreifen. Sie verstehen die speziellen Bedürfnisse ihres Markts und ihrer Branche nicht und geraten daher gegenüber ihren Konkurrenten ins Hintertreffen.

Der logistische Schrecken zu Beginn der Pandemie war die eine Sache. Aber nach über einem Jahr müssen die Geschäftsführer endlich damit aufhören, nur auf Probleme zu reagieren. Sie müssen Chancen nutzen und aktiv handeln. Bei digitalen Investitionen kommt es nicht auf den ROI der Technologie an, sondern auf den ROI der Innovationen, die dadurch möglich werden.

Zeit, zu handeln

Bei einer echten Transformation geht es darum, die Probleme zu verstehen und neue Methoden zu finden, sie zu lösen. Unternehmen müssen agiler werden, den Menschen in den Mittelpunkt der Lösung stellen und eine Umgebung schaffen, in der sie effizienter und souveräner arbeiten können. Im Laufe der Zeit können sie so bessere und kreativere Entscheidungen treffen. Ein Beispiel: Ein großer multinationaler Konzern hat den Lockdown und die Remote-Arbeit dazu genutzt, den Mitarbeitern dabei zu helfen, die neuen Produktivitätsherausforderungen selbst zu überwinden. Die endgültige Entscheidung wurde zentral getroffen, doch die Zusammenarbeit und das Brainstorming der Teams führte zur Entwicklung einer Lösung, die den wirklichen Bedürfnissen der Endnutzer und Kunden gerecht wird. Unter normalen Umständen wäre sie wahrscheinlich gar nicht in Betracht gezogen worden.

Bei einer echten Transformation geht es darum, die Probleme zu verstehen und neue Methoden zu finden, um sie zu lösen.

Es müssen schnellere Wege gefunden werden, mit den Kunden zu interagieren, um somit bessere und großartigere Experiences zu liefern und das System von Engpässen zu befreien, die die Lieferkette ins Stocken bringen. Ein ähnliches globales Unternehmen entschied sich für einen neuen Ansatz bei der Verwaltung der Lieferkette. Die Lieferanten sollten möglichst früh und häufig an der Konversation beteiligt werden. Das Unternehmen hatte verstanden, dass seine Lieferanten in der Krise mit einzigartigen Herausforderungen und hohem Stress zu kämpfen hatten. Die vormals reichen Produktquellen waren über Nacht versiegt oder Ressourcen waren viel schwieriger zu beschaffen. Zuerst wurde ein gemeinsames Ziel gesetzt. Dann einigte man sich auf neue, kreative Arbeitsweisen, die mehr auf der tatsächlichen Nachfrage als auf Wunschdenken basierten. Das Ergebnis war ein neues Arbeitsverhältnis mit gegenseitiger Unterstützung und strategischerer Ausrichtung.

[Lesen Sie auch: How industries transform]

Ich frage mich wirklich, wie Unternehmen die nächsten Jahre überleben wollen, wenn sie die Transformation nicht in Angriff nehmen. Sie können noch so ambitioniert sein, die Veränderung am Arbeitsplatz werden Sie schnell einholen.

Gestalten Sie Ihre digitale Transformation so, dass der Fokus auf der Lösung Ihrer Probleme liegt

Am 11. März 2021 haben wir das neue Quebec-Release der Now Platform® veröffentlicht. Quebec ist unser aktuelles Update und ich bin überzeugt, dass es einen Unterschied machen wird in Unternehmen, die schnell innovieren, agiler sein und produktiver arbeiten möchten (egal was COVID-19 als nächstes in Petto hat). CXOs, die immer noch glauben, dass digitale Transformation nur bedeutet, jedes Jahr eine neue Technologie zu kaufen, werden ins Abseits geraten.

Für mich gibt es in diesem neuen Release fünf große Gamechanger. Stellen Sie sich vor, Sie könnten Folgendes tun:

Erfahren Sie mehr über das Quebec-Release der Now Platform

1). Die Arbeit unkomplizierter gestalten

Application Engine Studio (AES) ist die Anwendung, die Sie für die No-Code/Low-Code-Entwicklung brauchen. Damit können Sie Anwendungen mit Mehrwert ganz einfach ohne viel technisches Wissen erstellen. Die App-Erstellung mit Funktionen wie Drag-and-Drop ist kinderleicht, und die Schnittstelle funktioniert genauso, wie Sie es sich vorstellen. Ein Beispiel: Anstatt Tabellen zu benutzen, um Aufgaben nachzuverfolgen, können Sie auf Basis derselben Datenquelle eine neue App auf der Plattform erstellen und die Daten dort sofort anzeigen und verwalten. Denken Sie an all die manuellen Prozesse, die Ihre Arbeit derzeit verlangsamen, und wie Sie ohne komplizierte Programmierung eine App dafür erstellen könnten. Das ist ein großer Schritt in Richtung der Demokratisierung von Innovation und App-Erstellung im gesamten Unternehmen.

2). Prozesse loswerden, die nicht funktionieren

Unternehmen verschwenden viel Zeit darauf, Prozesse zu definieren. Aber testen sie auch, wie effizient diese Prozesse sind, oder steht nur der ROI eines Projekts im Vordergrund? Mit unseren neuen Funktionen zur Prozessoptimierung können Sie messen und aufzeichnen, wie effizient die Aufgaben in einem Prozess tatsächlich abgewickelt werden. So können Sie besser verstehen, wo es Engpässe oder kritische Entscheidungspunkte gibt, und wie Sie mithilfe kontinuierlicher Verbesserungen Abhilfe schaffen können. Prozesse müssen konstant nachjustiert und kontrolliert werden. Das wird uns heute noch schmerzhafter bewusst, da wir im Homeoffice von der Technologie abhängig sind und nicht einfach einen Bürokollegen an seinem Schreibtisch besuchen können.

3). Schneller arbeiten

Mithilfe von AI Search finde ich, was ich brauche, und kann genau die Sätze/Wörter/Begriffe benutzen, an die ich gewöhnt bin. Ich muss mich nicht an die Ausdrücke halten, die das IT-Team für die Programmierung von Anforderungselementen oder Wissensartikeln benutzt hat. So erhalte ich mit einer Suchanfrage in natürlicher Sprache einfach und schnell die Informationen, die ich benötige. Die neue Suchfunktion funktioniert selbstverständlich im Browser, auf mobilen Geräten und in Chatbots auf die gleiche Art und Weise. So kann der Benutzer auf seinem bevorzugten Gerät arbeiten und muss sich nicht nach den Vorgaben der IT richten.

4). Effizienter arbeiten

Universal Request gibt Ihrem Unternehmen eine einzige Anlaufstelle: Wenn ich „etwas“ brauche, muss ich nicht erst überlegen, an welche Person, welches Portal oder welche Abteilung ich mich wenden muss. Die Plattform ist intelligent genug, die Anforderung zu verstehen und die Aufgaben entsprechend zu verteilen. Noch besser: Ich erhalte zuerst Antworten zur Selbsthilfe, und falls das nicht reicht, wird mein Anliegen an das richtige Team oder den richtigen Mitarbeiter weitergeleitet. Ich sehe auf einen Blick, wo meine Anfrage gerade bearbeitet wird, wann ich mit Updates rechnen kann und wo ich weitere Angaben machen kann, die zur Lösung des Problems beitragen könnten. Universal Request steht über allen Abteilungsstrukturen des Unternehmens.

5). Teams produktiver machen

Jetzt können Sie endlich leicht und schnell Daten und Einblicke aufrufen, indem Sie über Natural Language Query einen Satz konstruieren. Sie sind nicht mehr länger an vorgeschriebene Berichterstattungsregeln gebunden und müssen sich keine Sorgen machen, dass Anfragen länger dauern, als im Voraus veranschlagt. Lassen Sie die Maschinen für Sie arbeiten. Sie beschreiben, was Sie wollen, wir stellen Ihnen die Daten in wenigen einfachen Schritten im passenden Berichtsformat oder Dashboard zur Verfügung. Noch besser: Sie können die Daten speichern oder teilen. Sie sehen, wie der Bericht erstellt wurde und welche Abfrage verwendet wurde. Dann können Sie hier und da noch kleine Änderungen vornehmen, damit alle Details vorhanden sind.

Abschließender Gedanke

Laut IDC werden sich die Ausgaben für die digitale Transformation bis 2023 weltweit auf mehr als 6,8 Billionen US-Dollar belaufen. Das ist eine ganze Stange Geld. Aber wie viel davon wird verschwendet, wenn wir uns zu sehr auf das „wie“ (die gekaufte Technologie) anstatt auf das „warum“ (die zu lösenden Probleme) konzentrieren?

Für mich, und basierend auf den Erfolgsgeschichten, die ich am Arbeitsplatz erlebe, geht es bei der digitalen Transformation darum, die einfachsten Lösungen für die größten Herausforderungen zu finden. Ich bin vom neuen Quebec-Release wirklich begeistert. Es bietet einen Anreiz für jedes Unternehmen, das seiner Transformation auf die Sprünge helfen will.

Einzelheiten erfahren Sie unter servicenow.de.

*Quelle: IDC, Direct Digital Transformation Investment Spending to Approach $7.4 Trillion Between 2020 and 2023; IDC Reveals 2020 Worldwide Digital Transformation Predictions, US45617519, Okt. 2019 

Dieser Artikel erschien zuerst hier: EMEA Workflow Guide – Industry’s pandemic-era lessons learned

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