ServiceNow-Mitarbeiter unterstützen medizinische Hilfsmaßnahmen in der Ukraine


ServiceNow-Mitarbeiter unterstützen medizinische Hilfsmaßnahmen in der Ukraine

Humanitäre Hilfe in einem Land zu leisten, das sich im Krieg befindet, ist etwas Großartiges. Die Aufgabe ist aber auch unglaublich komplex. Für die in Deutschland ansässige Nichtregierungsorganisation (NGO) Blau-Gelbes Kreuz e.V. (BGK) ist die Lieferung von lebensrettenden medizinischen Hilfsgütern in die Ukraine ein bürokratischer Hindernislauf.

Die Einhaltung der örtlichen Zollvorschriften, die Beachtung der Regelungen für den Transport von medizinischen Produkten und die Bewältigung von Sicherheitsrisiken sind nur einige der vielen Hindernisse, die sich zwischen den Auslieferungslagern und den verzweifelten ukrainischen Krankenhäusern auftun. Deshalb haben sich drei ServiceNow-Mitarbeiter entschlossen zu helfen und die Sache zu vereinfachen.

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Transparenz herstellen

Stephanie B., Solution Consulting Manager bei ServiceNow in Berlin, ist entsetzt über die Eskalation der Gewalt in der Ukraine, insbesondere über die Gräueltaten an Frauen.

Als ein ehemaliger Kollege Stephanie fragte, ob sie helfen wolle, die ehrenamtlichen Aktivitäten beim BGK zu unterstützen, packte sie spontan mit an. „Ich war so beeindruckt von der Arbeit, die diese Menschen [beim BGK] leisten. [...] Es fühlte sich einfach gut an, sie zu unterstützen“, sagt sie.

Sie nutzte die Now Platform®, um bei der Einrichtung eines Kontakt- und Abfragesystems für die Kommunikation des BGK mit ukrainischen Krankenhäusern zu helfen.

„Ich hätte nie gedacht, dass die Arbeit von Ehrenamtlichen so komplex und schwierig ist“, sagt Stephanie. „Es ist ein Chaos. Die Dynamik ändert sich jeden Tag, und sie kommunizieren über Tausende von Kanälen.“

Das ServiceNow-Verwaltungssystem sorgte für die von den Stakeholdern des BGK dringend benötigte Transparenz. „Es hilft den Ehrenamtlichen, sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren“, erläutert Stephanie.

Als ich zum ersten Mal von dem Ausbruch des Konflikts hörte, war ich völlig schockiert“, sagt er. „Meine Schwägerin ist Ukrainerin. Ihre Familie war damals noch in der Ukraine. [...] Da fragt man sich: ‚Was kann ich tun?


Ein Ventil für den Schmerz

Mit den wachsenden Anforderungen an das System musste die Lösung um zusätzliche Funktionen erweitert werden. Aus diesem Grund schlossen sich Sascha W. und Hendrik O., zwei Senior Technical Consultants bei ServiceNow, dem Team der Ehrenamtlichen an.

Für Hendrik ist der Krieg in der Ukraine eine Herzensangelegenheit. „Als ich zum ersten Mal von dem Ausbruch des Konflikts hörte, war ich völlig schockiert“, sagt er. „Meine Schwägerin ist Ukrainerin. Ihre Familie war damals noch in der Ukraine. [...] Da fragt man sich: ‚Was kann ich tun?‘“, fügt er hinzu.

Auch Sascha brauchte ein Ventil für seinen Schmerz. „Wahrscheinlich war [meine Reaktion] wie bei vielen anderen auch eine Mischung aus Überraschung und Schock“, erinnert er sich. „Ich hatte das Gefühl, etwas tun zu müssen.“

Das ServiceNow-Team unterstützte das BGK bei der Bereitstellung von Versandetiketten und Lieferdokumenten, um die Sendungen vom Kölner Lager in die verschiedenen Zielorte im ukrainischen Kriegsgebiet nachzuverfolgen.

„Normalerweise hat man ein paar Wochen Zeit, um einen Workshop zu organisieren und so“, sagt Hendrik. „In unserer aktuellen Situation ist das ganz anders. Die Zeit drängt einfach zu sehr.“

Der Zeitdruck verlangte vom Team mehr Agilität und die Entwicklung einer mobilen App innerhalb von ein paar Tagen. „Das ist vergleichbar mit dem, was DHL, Schenker oder UPS im Laufe der Jahre zur Nachverfolgung von Paketen entwickelt haben“, sagt Sascha. „Wir haben das Gleiche in einer Woche gemacht.“

Initiative zur Luftrettung

Nachdem das BGK den Transport auf dem Landweg eingestellt hatte, musste es 250 Privatpiloten koordinieren, um die medizinischen Hilfsgüter an die ukrainische Grenze zu fliegen.

„Sie bauen praktisch eine Fluggesellschaft aus dem Nichts auf. [...] Wir helfen ihnen jetzt mit der Now Platform® dabei, einen vollwertigen Betrieb mit Flugplanung, Paketplanung, Passagierplanung sowie der gesamten Logistik und der notwendigen Verwaltung aufzubauen, die für die Anmeldung von Flügen an einem Verkehrsflughafen erforderlich sind“, erklärt Sascha.

Als das Team sah, dass sich seine harte Arbeit auszahlt, war das einer der schönsten Momente. Auf dem Flugplatz, wo einer der ersten Flüge startete, half Sascha den ehrenamtlichen Helfern beim Verladen der medizinischen Hilfsgüter.

„Zum ersten Mal war es wirklich greifbar“, sagt er, „zu sehen, dass wir mit unserer Arbeit und dem, was wir am besten können, etwas Gutes bewirken können.“

Als Stephanie und Hendrik die Berichterstattung in den regionalen Medien zum erfolgreichen Eintreffen der medizinischen Hilfsgüter sahen, waren sie überwältigt. „Du hast da gesessen und gearbeitet.

Und jetzt siehst du, wie die Medikamente tatsächlich in der Ukraine ankommen“, sagt Hendrik. „Das war ein wirklich bewegender Moment.“

„Das fühlte sich an wie: ‚Okay, wir leisten wirklich einen Beitrag‘“, fügt Stephanie hinzu. „Es fühlte sich realer an.“

Zwei Dutzend Flüge, 20 Tonnen Fracht und 30 Passagiere (Tendenz steigend) später hat das BGK mehr als 100 medizinische Versorgungspakete in die Ukraine gebracht – genug, um 10.000 Leben zu retten.

Unterstützt durch die Lösungen, die unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entwickelt haben, können sich die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des BGK mehr auf ihre wichtige, lebensrettende Arbeit konzentrieren, ohne sich mit der nervenaufreibenden und unübersichtlichen Koordination der Logistik herumschlagen zu müssen.

Den Schwung beibehalten

Der Krieg dauert nun schon beinahe vier Monate, und das Team hat festgestellt, dass die Unterstützung nachlässt. „Wir sehen bereits, dass sich die Medienberichterstattung nicht mehr unbedingt auf den Konflikt konzentriert. Das wirkt sich auch auf den Eingang von Spenden aus“, sagt Hendrik.

Ohne die finanzielle Unterstützung von Lesern wie Ihnen kann das BGK seine unglaubliche Arbeit für die Menschen in der Ukraine nicht fortsetzen. Bitte spenden Sie.

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