Hybrid Work: So zufrieden sind Mitarbeitende mit der neuen Arbeitswelt


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Auf einem guten Weg, aber noch nicht ganz angekommen – so das Fazit einer Studie von IDG zum Thema Hybrid Work. Dabei geht es um den Status-quo in den Unternehmen, die weiteren Entwicklungen, aber auch die Zufriedenheit der Mitarbeitenden. Und die nennen drei konkrete Wünsche.

Ausreichend Zeit zum Üben hatten Unternehmen und ihre Mitarbeitenden in den vergangenen zwei Jahren fürs Hybrid Working. Der Umzug aus dem Büro ins Homeoffice hat offenbar gut funktioniert. Der Laden läuft auch so recht gut, resümieren deshalb die Entscheider in den Organisationen.

Die Mitarbeitenden haben das neue Arbeitsmodell schätzen gelernt: Die gewonnene Zeit, weil die Fahrt zur Arbeit wegfällt, die Möglichkeit, die Arbeitszeiten flexibler einzuteilen – und wer freut sich nicht über den ruhigen Arbeitsplatz ohne den Kollegen am Nachbarschreibtisch, der immer so laut telefoniert?

70 Prozent der Unternehmen stellen deshalb einen positiven Effekt auf die Zufriedenheit ihrer Mitarbeitenden fest. Die Hälfte der Firmen verfügt inzwischen über ein ganzheitliches oder zumindest detailliertes Konzept davon, wie Hybrid Work aussehen soll. Und das ist wichtig, denn zwei Drittel geben an, dass der Anteil hybrider Arbeitsmodelle in ihrer Organisation weiter (stark) ansteigen wird.


Hybrid Work ist mehr als der Laptop auf dem Küchentisch

Die IDG-Studie zeigt aber auch: Es gibt durchaus noch Verbesserungsbedarf, denn Hybrid Work bedeutet mehr, als einen Laptop bereitzustellen und die Mitarbeitenden von zuhause aus arbeiten zu lassen. 69 Prozent der Unternehmen haben dies offenbar erkannt und steigern ihre Investitionen im laufenden Jahr. Die Führungsetage hofft dabei auf weitere positive Effekte: Auf steigende Umsätze, steigende Kundenzufriedenheit und natürlich auf eine bessere Kommunikation zwischen Angestellten und mit den Kunden.

Die Studienautorinnen und -autoren haben deshalb nachgefragt, wie viel der Gesamtstrecke Unternehmen bereits absolviert haben und wer die Zielgerade schon überschritten hat. Demnach haben 77 Prozent schon die Hälfte der Strecke geschafft, knapp 19 Prozent sind bereits dort angekommen, wo sie hinwollen. Die kleineren Organisationen laufen den größeren derzeit offenbar noch hinterher. So befinden sich 15 Prozent der Firmen mit weniger als 10 Millionen Euro IT-Ausgaben schon in der Schlussphase, während es bei den größeren bereits doppelt so viele sind.


Führungskräfte und Angestellte nicht immer gleicher Meinung

Und auch bei der Frage nach einem fundierten Konzept, trennt sich die Spreu vom Weizen. Während Entscheiderinnen und Entscheider in den Chefetagen weitestgehend zufrieden sind, sehen dies die Fachbereiche – wie so oft, wenn man Führungskräfte und Angestellte getrennt voneinander befragt– etwas anders. Einen wirklich übergreifenden Ansatz hat zumindest erst jedes siebte Unternehmen.

Vier von zehn Angestellten arbeiten hybrid, wenn es ihnen möglich ist. In knapp 30 Prozent der Unternehmen arbeiten mehr als die Hälfte der Angestellten in einem hybriden Modell. Doch über die tatsächliche Zufriedenheit der Mitarbeitenden sagen diese Zahlen natürlich wenig aus.

Was sich Mitarbeitende in Sachen Hybrid Work wünschen

Auf Platz eins der Mitarbeiterwünsche steht der ortsunabhängige Zugriff auf alle Daten. Dahinter folgt die Möglichkeit, sich IT-Devices selbst aussuchen zu können (Chose your own Device), was naturgemäß insbesondere von den Kolleginnen und Kollegen in der IT ausgeht. Der Klassiker des hybriden Arbeitens, die flexiblen Arbeitszeitmodelle, rangieren erst auf dem dritten Platz.

Mit der technischen Infrastruktur der Arbeitsorganisation und den Arbeitsprozessen sind knapp 60 Prozent der Befragten grundsätzlich zufrieden. Bei genauerem Nachfragen offenbaren sich jedoch eindeutige Defizite. Knapp 17 Prozent sind unzufrieden mit dem Zugang zu Daten. Hier liegt das Problem in den altbekannten Silos, die das Arbeiten mit Daten aus unterschiedlichen Quellen erschweren. In der Konsequenz leidet die Benutzererfahrung. Knapp 16 Prozent nennen deshalb die Employee Experience in ihren Organisationen als ausbaufähig. Weitere 14 Prozent bemängeln den Zugang zu Netzwerken und Systemen sowie Verzögerungen beim IT-Support.


Skeptische Führungskräfte müssen umdenken

„Unser Unternehmen ist kein Freund von Hybrid Work“ – diese Aussage bejaht etwa die Hälfte der Befragten. Da wundert es nicht, dass nur in etwas mehr als jedem zehnten Unternehmen die Führungsebene hybride Arbeitsformen auch vor- und mitlebt. Und noch weniger wundert es, dass die Fluktuation in diesen Firmen deutlich angestiegen ist, weil sich Angestellte nach Arbeitgebern umschauen, die neuen Arbeitsmodellen aufgeschlossen gegenüberstehen. Das Rad der Zeit werden die Skeptiker jedoch nicht mehr umdrehen können. Schließlich haben die vergangenen zwei Jahre gezeigt, dass hybride Arbeitswelten funktionieren – und weder Unternehmen noch Kunden Abstriche machen müssen.

Hier können Sie kostenfrei die vollständige Studie lesen.

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