Was ist CI/CD?

CI/CD nutzt fortgeschrittene Automatisierung zur Beschleunigung der Softwareentwicklung und -bereitstellung.

In den meisten Fällen ist die Entwicklung einer App für Unternehmen mühsam und zeitaufwändig. Das liegt zum Teil am Prozess der Entwicklung und Bereitstellung einer App. Von der konzeptionellen Vorentwurfsphase, in der Apps von einem anfänglichen Briefing in eine praktikable Strategie überführt werden, über die Design- und Entwicklungsphasen bis hin zur Rollout- und Support-Phase sind zahlreiche Schritte und Aufgaben erforderlich, um eine App auf den Weg zu bringen. Je nach App und den Entwicklungsressourcen eines Unternehmens kann die Entwicklung und Freigabe einer neuen Software bis zu neun Monate oder länger dauern.

CI/CD zielt darauf ab, das zu ändern..

CI/CD ist ein Ansatz für die Bereitstellung von Apps, bei dem die Automatisierung in die Phasen der App-Entwicklung integriert wird. CI/CD steht für Continuous Integration/Continuous Delivery (kontinuierliche Integration / kontinuierliche Bereitstellung) und ist aus den Methoden der agilen Entwicklung hervorgegangen, die darauf abzielen, die Entwicklungszeiten für Apps zu verkürzen und die Anzahl der Releases zu erhöhen. CI/CD ist ein Oberbegriff, der eine Reihe von Betriebsprinzipien und Praktiken umfasst, die es DevOps-Teams ermöglichen, Code-Changes bei Apps schneller und einfacher zu implementieren.

In der Summe ergibt CI/CD ein System, bei dem sich Entwickler auf ein hohes Maß an Automatisierung und Monitoring verlassen können, was die Entwicklung von Apps verbessert.

Grafik, die veranschaulicht, woraus sich CI/CD zusammensetzt.

Richtig eingesetzt und mit den richtigen Tools unterstützt, ist CI/CD ein zuverlässiger Prozess, mit dem sich Softwareprodukte schnell auf den Markt bringen und gleichzeitig neue Funktionen und Korrekturen regelmäßig und einfach implementieren lassen. Doch neben diesen offensichtlichen Vorteilen verfügt CI/CD über weitere Vorzüge, die oft übersehen werden. Dazu gehören:

CI/CD hilft beim Aufbau eines attraktiven Teams, dem Entwickler gerne angehören

Qualifizierte Softwareentwickler sind immer gefragter. Sie müssen sich also einem harten Wettbewerb stellen, um sie für Ihr Unternehmen zu gewinnen. Hohe Gehälter und gute Sozialleistungen sind zwar immer angenehm, aber was viele Entwickler wirklich schätzen, ist die Zugehörigkeit zu einem großartigen Team. Und es gibt viele verschiedene Kriterien, die Entwickler bei der Auswahl berücksichtigen.

Eine funktionierender CI/CD-Prozess signalisiert potenziellen Mitarbeitern, dass Sie sie unterstützen wollen und dass Sie über die geeigneten Tools und Abläufe verfügen, die eine bessere Experience mit weniger Entwicklungshürden ermöglichen.

Bessere Zusammenarbeit dank CI/CD

In großen Teams kann sich eine effektive Kommunikation und Zusammenarbeit als schwierig erweisen. Diese Komplikationen nehmen mit der Komplexität der Aufgabe zu, die das Team zu bewältigen hat. Unglücklicherweise kann die Softwareentwicklung eine sehr komplexe Aufgabe sein.

CI/CD beseitigt einen Großteil dieser Komplexität, automatisiert viele Aufgaben und ermöglicht es den Entwicklern, sich auf ihre individuellen Aufgaben zu konzentrieren. Durch die kontinuierliche Integration in ein gemeinsames Repository zur Versionskontrolle wird sichergestellt, dass die Gesamtstruktur und -funktion der App erhalten bleibt, während die einzelnen Teammitglieder die ihnen zugewiesenen Aufgaben erledigen.

Maximale Zuverlässigkeit, Automatisierung und Effizienz mit CI/CD

Der kontinuierliche Ansatz von CI/CD bietet die Möglichkeit, mehr Apps und Anwendungen in kürzerer Zeit bereitzustellen und zu korrigieren. Allerdings geht die Quantität bei CI/CD nicht auf Kosten der Qualität. Automatisierte Tools testen neue Code-Changes ständig und gewährleisten die gewünschte Funktionalität, bevor die Changes in die Produktion oder Bereitstellung gehen.

Tools zur Fehlererkennung und -isolierung ermitteln die Ursachen von Fehlern. Kontinuierliche Zuverlässigkeitstests prüfen Code-Snapshots, sobald sie in das System eingeführt werden. Unkritische Fehler werden bei ihrem Auftreten behandelt, wodurch sich der Arbeitsrückstand Ihres Teams verringert. Am Ende steht ein automatisierter Ansatz, der es den Entwicklern gestattet, umfassendere Softwarelösungen zu geringeren Kosten und in kürzerer Zeit zu erstellen.

CI (Continuous Integration, kontinuierliche Integration) beschreibt, wie Entwicklungsteams regelmäßig kleine, inkrementelle Code-Changes implementieren und testen, die dann in einem gemeinsamen Repository zur Versionskontrolle zusammengeführt werden. Diese „Check-Ins“ werden dann durch einen automatisierten Build überprüft, sodass etwaige Probleme mit dem Code schnell erkannt und behoben werden können. Dank CI können mehrere Entwicklerteams gleichzeitig an derselben App arbeiten, ohne dass es zu Konflikten kommt.

Nachfolgend finden Sie einige der Fähigkeiten und Merkmale der kontinuierlichen Integration:

Feature-Flags

Ein Vorteil von CI besteht darin, dass die Changes in regelmäßigen Abständen automatisch implementiert werden. Andererseits soll möglicherweise nicht jede Änderung sofort für Ihre Benutzer sichtbar sein, z. B. unvollständige Changes, die noch nicht bereitgestellt werden sollen.

Mit Feature-Flags (auch Feature-Toggles, Feature-Switches, Feature-Controls usw. genannt) können Entwickler den Codezugriff steuern. Mit einem Feature-Flag kann beispielsweise markiert werden, welche neuen Codezeilen zum Testen bereit sind. Durch den Einsatz von Feature-Flags zur Verwaltung unvollständiger Changes lässt sich das Rollback-Risiko minimieren.

Zuverlässige automatisierte Tests

Automatisierte Tests machen den CI-Ansatz noch leistungsfähiger. Durch die Automatisierung von Tests können Entwickler Code-Changes früher und regelmäßiger vornehmen und so die Qualität erhöhen, ohne den Entwicklungsprozess zu verlangsamen.

Zuverlässige automatisierte Tests sind eine Absicherung gegen Code-Changes, die ansonsten die Funktionalität beeinträchtigen könnten. Ein zusätzlicher Pluspunkt sind die automatisch erstellten Berichte über die Testabdeckung, mit deren Hilfe Sie die Effektivität Ihrer Tests verbessern können.

Priorisierung von Fehlerbehebungen

Anwendungs- und Softwarecode kann sehr verschlungen und erstaunlich komplex sein. Daher ist es nicht verwunderlich, wenn er gelegentlich fehlerhaft ist. Die Schwierigkeit besteht darin, herauszufinden, welche Fehler höchste Priorität haben und welche in die Warteschlange verschoben werden können, um sie später zu beheben. Da Fehlerbehebungen eher reaktiv als präventiv sind, bleibt leider oft nicht viel Zeit, um diese Entscheidung zu treffen.

Automatisierte CI-Tools helfen Ihnen dabei, Fehler schneller zu erkennen und automatisch die Korrekturen mit der höchsten Priorität zu bestimmen, sodass Sie die kritischsten Probleme schneller beheben können.

CD (Continuous Deployment, Continuous Delivery) übernimmt die laufende Codeentwicklung und stellt sie automatisch dort bereit, wo sie benötigt wird – sei es in der Produktions-, Entwicklungs- oder Testumgebung oder direkt bei den Benutzern. Mit anderen Worten: Die Changes, die Sie an Ihrem Code vornehmen, werden in einer Live-Umgebung bereitgestellt.

Kontinuierliches Deployment und kontinuierliche Bereitstellung im Vergleich

Bevor wir fortfahren, ist darauf hinzuweisen, dass CD zwar sowohl für Continuous Delivery (kontinuierliche Bereitstellung) als auch für Continuous Deployment (kontinuierliches Deployment) verwendet wird, die beiden Begriffe jedoch nicht unbedingt deckungsgleich sind. Im Folgenden gehen wir auf die Ähnlichkeiten, Unterschiede und Vorteile der beiden Begriffe ein:

Continuous Deployment
Beim kontinuierlichen Deployment werden die von den Entwicklern erfolgreich erstellten und getesteten Anwendungen – und die laufenden Changes an Anwendungen – automatisch an das UAT (User Acceptance Testing) übergeben. Der Code wird auf alle Funktionsaspekte getestet und wenn er erfolgreich ist, wird die Arbeitsversion der Anwendung automatisch in die Produktion überführt.

Und zwar ohne Genehmigungszyklus, was bedeutet, dass die Entwickler sicherstellen müssen, dass ihre Testumgebung effektiv und zuverlässig ist. Der Vorteil ist, dass Teams mehrere Apps oder Updates in kürzester Zeit und mit minimalem manuellen Aufwand bereitstellen können.

Continuous Delivery
Die kontinuierliche Bereitstellung ähnelt dem kontinuierlichen Deployment, mit dem Unterschied, dass die App nach ihrer Validierung im UAT immer noch darauf warten muss, dass das Entwicklungsteam die Bereitstellung manuell auslöst. Das ermöglicht es den Entwicklern, Feedback zu implementieren und laufend Korrekturen vorzunehmen und das Endprodukt erst dann freizugeben, wenn sie der Meinung sind, dass es wirklich fertig ist. Bei der kontinuierlichen Bereitstellung müssen Zeiten zur manuellen Überprüfung und Bereitstellung eingeplant werden.

Continuous Deployment und Continuous Delivery im Vergleich

Mit der kontinuierlichen Bereitstellung lässt sich Software schnell, nachhaltig und mit Vertrauen in das Endprodukt bereitstellen. Um dies zu erreichen, sollten Sie jedoch mit den wichtigsten Grundsätzen der Continuous Delivery vertraut sein. Die folgenden Standards werden Ihnen helfen, Ihre CD-Initiativen optimal zu gestalten:

Kleine, häufige Bereitstellungen

Einer der Gründe, warum die kontinuierliche Bereitstellung so häufig mit der kontinuierlichen Integration kombiniert wird, ist, dass Sie damit viele kleine, laufende Änderungen vornehmen können, ohne sich um die Qualität der Änderungen sorgen zu müssen. Anstatt auf die Bereitstellung vieler Änderungen auf einmal zu warten und zu riskieren, dass eine problematische Änderung ein Rollback funktionierender Änderungen erzwingt, sollten Sie lieber kleine, kontinuierliche, durch CI unterstützte Batches bereitstellen.

Automatisierung von Routineaufgaben

In einer perfekten Welt wären alle manuellen Routineaufgaben automatisiert – insbesondere in den Bereichen IT und Technik. Die CD beherzigt diese Maxime und setzt die Automatisierung großzügig ein. Das erhöht die Nachhaltigkeit und ermöglicht es den Entwicklern, sich auf andere, Aspekte zu konzentrieren, die mehr Denkarbeit erfordern – wie die Verbesserung und Straffung des Prozesses selbst.

Kontinuierliche Verbesserung

Die CD ist ein fortlaufender Prozess. Und es ist gut möglich, dass Sie zu Beginn noch viel Raum für Verbesserungen haben. Messen Sie Ihre Ergebnisse, ermitteln Sie mögliche Hürden und beginnen Sie mit dem Einfachsten. Gibt es Bereiche, in denen Sie viel Zeit für die manuelle Bearbeitung von Aufgaben aufwenden? Automatisieren Sie diese Prozesse. Ist Ihre Testumgebung eine unzureichende Nachbildung der tatsächlichen Bedingungen? Aktualisieren Sie sie mit echten Bereitstellungen und Services. In dem Maße, in dem die kontinuierliche Verbesserung voranschreitet, werden Ihre Bereitstellungen immer mehr zur Routine.

Geteilte Verantwortung

In herkömmlichen Modellen konzentrieren sich die verschiedenen Abteilungen nur auf ihre eigenen Aufgaben und oft stehen ihre Ziele im Widerspruch zueinander. Indem die Bereitstellung zu einer gemeinsamen Aufgabe des gesamten Teams gemacht wird, stellt die CD sicher, dass alle gemeinsam auf eine schnellere, zuverlässigere und effektivere Bereitstellung hinarbeiten.

Mit CI/CD können Sie Code und Anwendungen mit hoher Geschwindigkeit und praktisch fehlerfrei bereitstellen. Daher ist CI/CD zu einem integralen Bestandteil einer Reihe von Ansätzen, Systemen und Tools geworden. Ein Beispiel dafür ist der Einsatz von CI/CD im Rahmen der DevOps-Methode zur Softwareentwicklung und -bereitstellung.

„DevOps“ (eine Kombination aus den Begriffen Softwareentwicklung und technischer Betrieb – Software Development und Technology Operations) beschreibt eine Praxis, bei der Aufgabenbereiche wie IT, Entwicklung, Sicherheit und Qualitätssicherung zusammenarbeiten, um ein besseres Endprodukt und eine bessere Kunden-Experience zu erzielen. DevOps basiert teilweise auf der Methode der agilen Softwareentwicklung und ist darauf ausgerichtet, den Entwicklungslebenszyklus zu verkürzen und eine kontinuierliche Bereitstellung hochwertiger Software zu ermöglichen.

CI/CD ist eine natürliche Ergänzung zu DevOps. Mit CI/CD-Pipelines können Entwickler Changes schneller bereitstellen und gleichzeitig die Stabilität der Anwendung gewährleisten. Richtig implementiert, kann CI/CD die KPIs von DevOps in erheblichem Maße positiv beeinflussen, z. B. die Häufigkeit der Bereitstellung, die Vorlaufzeit für Changes und die durchschnittliche Zeit bis zur Wiederherstellung nach potenziell schädlichen Incidents.

Der Ansatz für CI/CD ist zwar je nach Unternehmen, Projekt und Tool unterschiedlich, aber ein typischer CI/CD Workflow lässt sich wie folgt beschreiben:

  1. CI/CD-Pipeline erstellen. Diese Pipeline muss die lauffähigen Spezifikationen für jeden Schritt enthalten, den die Entwickler durchführen müssen, um fertige Softwarelösungen zu liefern. Eine vereinfachte CI/CD-Pipeline beinhaltet in der Regel Schritte zur Beschaffung, Erstellung, Prüfung und Bereitstellung von Software.
  2. CI/CD-Pipeline automatisieren. Verbinden Sie die Pipeline mit Ihren Systemen zur Versions- und Quellcodeverwaltung.
    Integrieren Sie Workflows, um die Schritte innerhalb der CI/CD-Pipeline zu automatisieren.

CI-/CD-Pipeline

CI/CD kann die Art und Weise revolutionieren, wie Sie Softwareanwendungen für Ihr Unternehmen entwickeln und aktualisieren. Allerdings konnten wir hier nur einen Ausschnitt zeigen. Um mehr über CI/CD zu erfahren und zu sehen, was CI/CD für Sie leisten kann, sollten Sie sich die folgenden Ressourcen ansehen:

Funktionen, die mit Ihrem Unternehmen wachsen

Die Now Platform bietet Kernfähigkeiten, mit denen Sie Workflows schnell und effizient digitalisieren und leicht skalieren können.