Was ist Security Operations (SecOps)?

Entdecken Sie, wie die Verschmelzung von IT-Sicherheit und -Betrieb klassische Silos in Ihrem Unternehmen beseitigt.

Mit zunehmender Bedeutung der IT-Sicherheit wird die Straffung der Security Operations als Ganzes wichtiger denn je – vor allem angesichts immer komplexerer Sicherheitsbedrohungen, die einzigartige, unvorhergesehene Gefahren darstellen.

Security Operations steht für die Verschmelzung und Zusammenarbeit zwischen IT-Sicherheit und -Betrieb und verhindert so Silos innerhalb der gesamten IT-Organisation. Auf diese Weise sollen Sicherheitsziele erreicht werden, ohne die IT-Leistung zu beeinträchtigen.

Security Operations erklärt

SecOps entstand unter anderem aufgrund der erheblichen Vorteile und Erfolge von DevOps. Die DevOps-Methodik behebt die mangelnde Abstimmung zwischen Teams und Abteilungen. DevOps bringt insbesondere die Entwicklung (Development, Dev) und den IT-Betrieb (Operations, Ops) zusammen, um Prioritäten besser zu koordinieren und die Kommunikation zu optimieren. Gleichzeitig wird Automatisierung integriert, um eine schnelle und geeignete Softwarebereitstellung zu gewährleisten.

DevOps hat die Art und Weise, wie Unternehmen Software entwickeln, stark verändert und zu großen Fortschritten in einer Reihe von Branchen geführt. Daher lag es nahe, auch die Bereiche Sicherheit und Betrieb zusammenzuführen. SecOps bringt die Teams für IT-Sicherheit und -Betrieb zusammen, um zu gewährleisten, dass alle Prozesse, einschließlich DevOps-Prozessen, sicher und zuverlässig ablaufen können.

Ziele von SecOps

Zu den übergeordneten Zielen von SecOps gehören:

  1. Teamübergreifende Zusammenarbeit für die Sicherheit im Lebenszyklus der Anwendungs- und Softwareentwicklung
  2. Gesteigerte Transparenz der Sicherheitsinfrastruktur für bessere Sicherheitsverfahren
  3. Beteiligung aller Führungsebenen an der Erstellung einer Roadmap zur Sicherheitsverbesserung
Welche Aspekte umfasst Security Operations (SecOps)?

Grundlegende Komponenten

  1. Frühere Erkennung und Priorisierung: SecOps ist eher auf die Überprüfung kleinerer, produktiverer Segmente ausgerichtet als auf große Mengen oder ganze Programme auf einmal.
  2. Mehr Transparenz: Die engere Verzahnung und Zusammenarbeit zwischen Entwicklung, Sicherheit und Betrieb kann Transparenz schaffen.
  3. Verbesserungen der Sicherheit: SecOps optimiert die Sicherheit im Zusammenspiel mit den programmiertechnischen und betrieblichen Aspekten von DevOps.
  4. Sensibilisierung für Bedrohungen: SecOps-Teams werden in der Regel in Security Operations geschult, um sicherzustellen, dass jeder die Tragweite von Sicherheitsbedrohungen versteht.
Welche Aspekte umfasst Security Operations (SecOps)?

  • Kontinuierliche Überwachung des Netzwerks: Die sorgfältige Überwachung eines Netzwerks umfasst alle Bereiche der IT-Umgebung, einschließlich öffentlicher und privater Netzwerke sowie Cloud-Infrastrukturen.
  • Reaktion auf Incidents: Jedes Anzeichen einer unerwarteten Aktivität in einem Netzwerk kann auf ein Sicherheitsevent hindeuten. SecOps hat die Aufgabe, Protokolle zur Incident-Reaktion zu implementieren und geeignete Schritte zu unternehmen, um Schäden einzudämmen, oder Präventivmaßnahmen zu ergreifen.
  • Forensik und Ursachenanalyse: Die Analyse nach Incidents ist eine wichtige Aufgabe der SecOps-Teams. Dies ist die Gelegenheit, Security Incidents und andere unerwartete Events zu bewerten und zu analysieren, um ihre Ursache zu finden – unabhängig davon, ob es sich um eine Sicherheitsverletzung und einen Datenverlust oder nur um ein Leistungsproblem der Software handelt.
  • Threat Intelligence: Dieser Begriff beschreibt den Prozess der Gewinnung von Wissen über mögliche Sicherheitsbedrohungen sowie der Planung von Methoden zur Eventverhinderung oder -reaktion.

SecOps entwickelt sich ständig weiter und wird dadurch oft noch komplexer. Unternehmen sehen sich heute mehr denn je mit einer ausgefeilten Bedrohungslandschaft aus aller Welt konfrontiert – und die Zahl der Sicherheitslücken steigt stetig an. Dennoch haben zahlreiche Unternehmen noch immer kein erfahrenes SecOps-Team aufgebaut. 28 % geben an, dass SecOps-Teams nur zu Beginn wichtiger IT-Projekte hinzugezogen werden. 15 % sagen, dass solche Teams an jedem neuen Projekt beteiligt sind. Die verbleibenden 54 % geben an, dass SecOps-Teams, wenn überhaupt, nur bei einigen wenigen Projekten hinzugezogen werden.

72 % der Unternehmen geben an, dass Security Operations zunehmend schwieriger geworden sind, selbst im Vergleich zu vor zwei Jahren. Unternehmen, die SecOps implementiert haben, stellten jedoch fest, dass diese Maßnahme Vorteile bringt und den ROI erhöht. Der Betrieb verbessert sich und die Prozesse in der gesamten Sicherheitslandschaft und in der übrigen IT-Infrastruktur werden effizienter.

  • Sicherheitsbedrohungen nehmen zu und werden von Tag zu Tag raffinierter. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass die Zahl der Mitarbeiter in einem IT-Sicherheitsprogramm nie ausreichen wird, um jeden Angriff abzuwehren und jeden Incident zu verhindern. Ein schlagkräftiges Team kann bei der Bereitstellung von Anwendungen helfen und die Sicherheit in allen Phasen der Bereitstellung überwachen. Dabei kann sich das Team weiterentwickeln und die übrigen Ressourcen unterstützen.
  • Geschwindigkeit und Tool-Akzeptanz haben Vorrang vor der Sicherheit. Bei den Teams für Betrieb und Entwicklung steht die Geschwindigkeit der Anwendungen und ihre Eignung als Tool oft im Vordergrund. Wenn der Sicherheit nicht genügend Bedeutung beigemessen wird, kann eine Anwendung anfällig für Angriffe sein und Schaden nehmen.
  • Die Innovation hat die Sicherheit überholt. Nun geht es darum, dass die Sicherheit mit der Innovation Schritt hält. Andernfalls ist eine Innovation lediglich eine Belastung und eine Schwachstelle.
  • Schwachstelle werden immer schneller ausgenutzt, da die Cyberkriminellen bei ihren Angriffsmethoden von Jahr zu Jahr einfallsreicher werden. Schnellere Sicherheitsreaktionen sind deshalb entscheidend für den Schutz von Daten und die Integrität der Unternehmensinformationen.

Kapitalrendite: Die Kapitalrendite (Return on Investment, ROI) ist bei der Implementierung von SecOps höher als in einer traditionellen Sicherheitsumgebung.

Straffung von Sicherheit und Betrieb: Die Prioritäten werden besser gesteuert und konsolidiert, Kommunikation und Informationen werden integriert und Tools und Technologie werden zusammengeführt.

Weniger Ressourcen: Die wichtigsten Sicherheitsverfahren werden automatisiert und für einen rundum gestrafften Sicherheitsplan werden effektive Reaktionen orchestriert.

Weniger Probleme mit der Cloud-Sicherheit: Weniger Sicherheitsverletzungen, weniger Schwachstellen und weniger Ablenkungen für eine optimierte Sicherheitsumgebung.

Weniger Anwendungsunterbrechungen: Die Zahl der Konfigurationsfehler wird reduziert und Changes im Anwendungscode werden mit den Regeln der Bereitstellung verknüpft.

Bessere Auditverfahren: Bekannte Schwachstellen können proaktiv behoben werden. Richtlinien zur Compliance mit entsprechenden Standards werden automatisch überprüft und durchgesetzt.

SecOps-Schulung anbieten

Einige Unternehmen entwickeln und betreuen ihre eigenen Schulungskurse, andere greifen auf Kurse von Drittparteien zurück, die von einem SecOps-Lieferanten entwickelt wurden, und wieder andere nutzen eine Mischung aus beidem. Unabhängig von der Methodik benötigen Unternehmen ein gut geschultes und sachkundiges SecOps-Team, das seine Rollen versteht und weiß, wie Sicherheit und Betrieb ineinandergreifen und wie sie als Ganzes funktionieren.

Fallstricke vermeiden

Der Vorteil eines eigenen Bereichs für SecOps besteht darin, dass eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Teams und eine intensivere Kommunikation über den Betrieb und die Sicherheit stattfindet. SecOps-Teams arbeiten gleichzeitig an einer ganzheitlichen Lösung und vermeiden Meinungsverschiedenheiten über Code und Anwendungen während der Entwicklung und nach der Bereitstellung.

Geeignete SecOps-Tools bereitstellen

Für die Entwicklung stehen verschiedene Tools zur Verfügung. Neben den Entwicklungstools müssen jedoch auch Sicherheitstools vorhanden sein, damit das System gut abgesichert ist und reibungslos funktioniert. Viele automatisierte Plattformen sind in der Lage, Verfahren zu steuern und gut mit internen SecOps-Prozessen zusammenzuarbeiten.

Die Vorteile von SecOps sind allgemein anerkannt. Viele Unternehmen haben jedoch Schwierigkeiten, diese Methodik zur Verbesserung von Vorgehensweisen und Prozessen vollständig zu übernehmen. Im Laufe der Entwicklung von SecOps werden Unternehmen allmählich erkennen, dass IT- und Sicherheitsteams sich stärker abstimmen müssen, wenn sie die Vorteile von SecOps in vollem Umfang ausnutzen wollen – nicht nur in Bezug auf die Ziele, sondern auch in Bezug auf eine verbesserte Kommunikation. In dem Maße, in dem sich Sicherheits- und IT-Abteilungen daran gewöhnen, sich gegenseitig als Verbündete und nicht als Gegenspieler zu betrachten, verbessern sich auch die Resultate der SecOps-Implementierung.

Technologiegestützter kultureller Wandel

Die Idee von SecOps wird – wie bei DevOps – der Katalysator für die Entwicklung neuer und besserer SecOps-Tools sein. Diese neuen Tools werden mit zunehmender Verbreitung SecOps noch besser verfügbar machen, die Vorbehalte der Unternehmen ausräumen und in den Verfahren praktisch aller Branchen Einzug halten. Wenn dies geschieht, werden wir sehen, wie SecOps wirklich Gestalt annimmt und einen kulturellen Wandel hin zu einheitlichen Sicherheits- und IT-Verfahren bewirkt.

Anforderungen an SecOps-Tools

Wenn SecOps zum Standard wird, müssen Unternehmen in der Lage sein, Sicherheitsfunktionen automatisch für jede neue IT-Ressource zu implementieren. Auf SecOps-Prozesse zugeschnittene Security-Policies-as-Code-Lösungen werden einen zuverlässigen Schutz vor digitalen Bedrohungen bieten und gleichzeitig flexibel bleiben, um Innovationen nicht zu behindern. Darüber hinaus wird SecOps zu einem standardisierten Format für die Verfolgung von Security Incidents übergehen, das die Identifizierung, Priorisierung und Behebung auf einer einzigen Plattform ermöglicht.

Automatisierung

Automatisierung gewinnt an Bedeutung und wird in den kommenden Jahren noch stärker in den SecOps-Prozess integriert werden – aufbauend auf SOAR-Lösungen zur Identifizierung und Lösung. SecOps-Automatisierung wird ein wesentlicher Bestandteil der Methodik werden. Die SecOps-Automatisierung wird mithilfe eines fein abgestimmten, rollenbasierten Zugriffs Bedrohungen erfassen und beseitigen, ohne dass der Betrieb darin beeinträchtigt wird, Sicherheitslösungen zu bewerten und sicherzustellen, dass sie keine negativen Auswirkungen auf wichtige Geschäftsabläufe haben.

SecOps ist im Begriff, die Art und Weise zu verändern, wie IT-Sicherheit und -Betrieb koordiniert werden, um schnellstmöglich zuverlässige Sicherheitslösungen bereitzustellen. Erfahren Sie mehr über SecOps und finden Sie heraus, wie Ihr Unternehmen davon profitieren kann.

Erste Schritte mit SecOps

Identifizieren und priorisieren Sie Sicherheitsbedrohungen und beschleunigen Sie Ihr Reaktionsvermögen.